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St. Johann verabschiedet Pfarrer Wohlert in den wohlverdienten Ruhestand

Am Sonntag, 9. August, feierte Pfarrer Wohlert den letzten Gottesdienst im aktiven Dienst in der Kirche St. Johann. Die offizielle Verabschiedung im feierlichen, jedoch Corona bedingt kleinen Rahmen fand durch Herrn Probst Oliver Albrecht und Herrn Dekan Dr. Martin Fedler-Raup bereits am 14. Juni statt.

 

Seit 1. April 2002 war Pfarrer Wohlert unserer Gemeinde tätig. Sein inhaltlicher Schwerpunkt lag in der Seniorenarbeit und der Altenheimseelsorge. Ihn zeichnet aus, in seiner ruhigen Art jedem einzelnen Menschen sehr zugetan zu sein. Mit Bedachtsamkeit und Güte baute er seine Tätigkeitsfelder aus und gaben ihnen seine persönliche Note.

 

Seit vielen Jahren unterrichtete Pfarrer Wohlert Religion in der Kronthalschule. Den Kinder sind nicht nur die biblischen Geschichten in Erinnerung geblieben, sondern ausgezeichnet hat seinen Religionsunterricht die vielen Lieder, bei denen er die Kinder auf seiner legendären Flöte begleitet hat. Gemeinsam mit der katholischen Gemeinde St. Peter & Paul finden Gottesdienste zu Einschulung, zum Schulanfang, zum Reformationstag und zu Allerheiligen statt. 

 

Pfarrer Wohlert war Garant für die jährlichen Seniorenfreitzeit nach Bad Orb. Mit den von ihm gewählten Themenschwerpunkten zu ganz alltäglichen Begriffen wie Freude oder Wasser gelang es, eine ganz natürliche Integration christlicher Themen. So ist die Freizeit bis zum heutigen Tag nicht nur Ausflug und Urlaub, sondern Inspiration für angeregte Diskussion und Reflexion in einer geschützten Atmosphäre. Nicht selten erfüllten angeregte Gespräche und Diskussionen die Nachmittage und Abende. 

 

Zuständig für die Hospizarbeit im Dekanat hat Pfarrer Wohlert lange Jahre Seelsorgekurse für Ehrenamtliche in verschiedenen Gemeinden für den Einsatz in Krankenhäusern und Altenheimen durchgeführt. Aber auch vor Ort hat er die Hospizarbeit ab der Gründung von Bethesda unterstützt und die Ausbildung der Hospizhelfer in Kronberg begleitet. 

Aber sein eigentliches Steckenpferd und Standbein in unserer Gemeinde und auch im Dekanat ist die Altenheimseelsorge für die er ein Anker der Verlässlichkeit war.

Im Anschluss an die regelmäßigen Gottesdienste hat Pfarrer Wohlert Bewohner in ihren Zimmern besucht und Einzelandachten gehalten. Dadurch hat er den Bewohner Halt und Verlässlichkeit bis zu ihrem letzten Weg zu Gott gegeben. 

Als das Virus Gottesdienste im Kaiserin Friedrich Haus und im Seniorenstift Kronthal verhindert hat, hat Pfarrer Wohlert sich nicht beirren lassen und kurzer Hand Freiluft-Gottesdienste gehalten. 

 

Es fällt uns als Gemeinde schwer, Pfarrer Wohlert gehen zu lassen. Hält er doch hoch, was Seelsorge und den Dienst am Menschen ausmacht. Kirche lebt von den vermeintlich kleinen Diensten vor Ort, die die Kirche als Ganzes aber ausmacht. Wir danken Pfarrer Wohlert für seinen engagierten Beitrag ein Teil davon in unserer Gemeinde zu sein und wünschen ihm erfüllte Jahre des Ruhestands.

Kurier